Alle Artikel
STRATEGIE

Amex Transfer-Partner 2026: Bester Gegenwert

ChristianChristian··5 Min Lesezeit
Amex Transfer-Partner 2026: Bester Gegenwert

Membership Rewards Punkte zu sammeln ist einfach. Die Frage, was du mit ihnen machst, ist deutlich schwieriger. Und genau hier machen viele Karteninhaber den größten Fehler: Sie transferieren Punkte impulsiv, ohne den Gegenwert zu kennen, oder sie sitzen auf einem Berg von Punkten, weil sie sich nicht entscheiden können.

Ich habe in den letzten Jahren siebenstellige Punktebeträge durch verschiedene Transfer-Partner geschleust und dabei systematisch gelernt, wo sich der Transfer lohnt, wo er akzeptabel ist und wo du dein Guthaben verbrennst. Hier ist mein vollständiger Überblick über die deutschen Amex Transfer-Partner, Stand 2026.

Was Membership Rewards Punkte wert sind

Bevor wir über Transfer-Partner sprechen, müssen wir über Grundwerte sprechen. Ein Membership Rewards Punkt hat keinen festen Geldwert. Sein Wert hängt davon ab, wie du ihn einlöst.

Die schlechteste Option: Einlösung als Gutschrift auf die Kreditkartenabrechnung. Hier bekommst du typischerweise 0,3 bis 0,5 Cent pro Punkt. Bei 100.000 Punkten wären das 300 bis 500 Euro. Schlecht.

Die mittlere Option: Einlösung über den Amex Online-Reiseservice für Flüge oder Hotels. Der Gegenwert liegt hier bei etwa 0,5 bis 0,8 Cent pro Punkt, je nach Buchung. Besser, aber nicht optimal.

Die beste Option: Transfer zu einem Airline-Partner und Einlösung für Premium-Kabinen-Flüge. Hier kann der Wert pro Punkt auf 1,5 bis 3 Cent steigen, in Einzelfällen sogar höher. Das ist der Sweet Spot.

Alles, was folgt, dreht sich um die beste Option: den Transfer zu Airline-Partnern und die Frage, welcher Partner den höchsten Gegenwert liefert.

Die deutschen Transfer-Partner im Überblick

Stand 2026 bietet Amex Deutschland folgende Transfer-Partner an. Die Verhältnisse können sich ändern, und ich empfehle, die aktuellen Kurse auf der Amex-Website zu prüfen, bevor du transferierst.

Miles & More (Lufthansa)

Transfer-Verhältnis: 1:1 (1 MR-Punkt = 1 Miles & More Meile)

Das ist der naheliegendste Partner für deutsche Karteninhaber, und für viele auch der erste, an den sie denken. Das 1:1-Verhältnis klingt fair, und es ist akzeptabel. Aber akzeptabel ist nicht dasselbe wie optimal.

Sweet Spots:

  • Lufthansa Business Class innereuropäisch. Die Prämienflüge innerhalb Europas kosten moderate Meilenwerte und sind bei guter Verfügbarkeit ein solider Deal.
  • Star Alliance Partner-Awards auf Langstrecken. Über Miles & More kannst du auch Prämienflüge bei Singapore Airlines, ANA, Thai Airways und anderen Star Alliance Partnern buchen, manchmal zu günstigeren Meilenwerten als bei den jeweiligen Partnerprogrammen direkt.
  • Lufthansa First Class. Das Flaggschiff-Produkt. Ein First Class Award auf der Langstrecke kostet viele Meilen, aber der Gegenwert in Euro ist enorm. Wenn du die Verfügbarkeit findest, ist das einer der besten Einlösungen im gesamten MR-Universum.

Schwächen:

  • Die Prämienflug-Verfügbarkeit bei Miles & More ist notorisch schlecht. Besonders auf beliebten Strecken (Frankfurt-New York, München-Bangkok) sind Prämienplätze in Business und First rar. Du musst flexibel sein, sowohl bei Datum als auch bei Route.
  • Zuschläge und Gebühren. Miles & More erhebt Treibstoffzuschläge auf vielen Prämienflügen, die je nach Strecke 200 bis 800 Euro betragen können. Das reduziert den Gegenwert erheblich.
  • Regelmäßige Abwertungen. Miles & More hat den Meilenwert in den letzten Jahren mehrfach verschlechtert. Was heute 60.000 Meilen kostet, hat vor fünf Jahren 50.000 gekostet.

Mein Urteil: Miles & More ist ein solider, aber nicht herausragender Partner. Das 1:1-Verhältnis ist fair, die Einlösemöglichkeiten sind vielfältig, aber Verfügbarkeit und Zuschläge trüben das Bild. Für Vielnutzer des Lufthansa-Netzwerks in Ordnung, für alle anderen gibt es bessere Optionen.

Amex Kartensammlung

British Airways Avios (Executive Club)

Transfer-Verhältnis: 1:1 (1 MR-Punkt = 1 Avios)

British Airways Avios sind einer der vielseitigsten Meilenwährungen und mein persönlicher Favorit unter den Transfer-Partnern.

Sweet Spots:

  • Kurzstreckenflüge in der Business Class. BA berechnet Avios distanzbasiert, und auf kurzen Strecken sind die Kosten überraschend gering. Ein Business Class Flug innerhalb Europas kann ab 10.000 bis 13.000 Avios pro Richtung buchbar sein, plus moderate Gebühren.
  • Oneworld Partner-Awards. Über Avios kannst du Flüge bei Qatar Airways, Cathay Pacific, Japan Airlines und anderen Oneworld-Partnern buchen. Qatar Airways QSuites über Avios ist einer der besten Deals im Meilen-Universum.
  • Iberia Avios. BA Avios und Iberia Avios sind kompatibel (über die gleiche Avios-Währung). Iberia hat oft bessere Verfügbarkeit und niedrigere Gebühren als BA selbst. Ein Sweet Spot: Business Class Flüge zwischen Europa und Südamerika über Iberia.
  • Aer Lingus. Ebenfalls im Avios-System. Flüge zwischen Europa und Nordamerika über Dublin können günstig buchbar sein.

Schwächen:

  • Hohe Gebühren auf BA-eigenen Flügen. Wenn du direkt mit British Airways fliegst, kommen zu den Avios erhebliche Zuschläge hinzu. London-New York in der Business Class kostet 50.000 Avios plus 600 bis 800 Euro Gebühren. Das relativiert den Meilenwert.
  • Verfügbarkeit auf Partner-Airlines ist nicht immer so gut wie erwartet. Besonders auf beliebten Strecken nach Asien.

Mein Urteil: Avios sind zusammen mit Emirates mein bevorzugter Transfer-Partner. Das 1:1-Verhältnis, die vielen Einlösemöglichkeiten über Oneworld-Partner und die Sweet Spots bei Iberia und Aer Lingus machen Avios zu einer der flexibelsten Meilenwährungen. Mein Tipp: Nutze Avios vor allem für Partner-Flüge, nicht für BA-eigene Langstrecken.

Emirates Skywards

Transfer-Verhältnis: 4:3 (4 MR-Punkte = 3 Skywards-Meilen), entspricht 1:0,75

Seit August 2024 ist das Verhältnis von 1:1 auf 4:3 verschlechtert worden. Das macht Emirates als Transfer-Partner weniger attraktiv als zuvor, aber nicht wertlos.

Sweet Spots:

  • Emirates First Class. Das Flaggschiff-Produkt von Emirates. Die Suiten in der First Class auf der A380 sind eines der besten Flugerlebnisse der Welt. Ein First Class Award auf der Langstrecke kostet viele Meilen, aber der Gegenwert ist enorm, da ein Ticket in der First Class auf manchen Strecken über 8.000 Euro kostet.
  • Business Class auf Langstrecke. Dubai-Bangkok, Dubai-Singapur, Dubai-Kapstadt sind Strecken, auf denen die Business Class bei moderatem Meileneinsatz buchbar ist.
  • Stopover-Möglichkeiten. Emirates erlaubt Stopovers in Dubai, was bei der Reiseplanung wertvoll sein kann.

Schwächen:

  • Das verschlechterte Transfer-Verhältnis (4:3) bedeutet, dass du 33% mehr MR-Punkte brauchst als bei einem 1:1-Verhältnis. Das frisst viel vom Mehrwert.
  • Die Meilenwerte für Prämienflüge bei Emirates sind nicht die günstigsten. Emirates ist großzügig beim Erlebnis, aber sparsam bei der Prämienflug-Verfügbarkeit.
  • Keine Partner-Airlines für Meileneinlösung (Emirates ist nicht in einer großen Allianz). Du bist auf Emirates und flydubai beschränkt.

Mein Urteil: Seit der Verschlechterung des Transfer-Verhältnisses und dem Wegfall des Gold-Status ist Emirates deutlich weniger attraktiv geworden. Für First Class Redemptions kann es sich trotzdem lohnen, wenn du genügend Punkte hast und ein besonderes Erlebnis suchst. Für Economy- und Business-Einlösungen gibt es effizientere Partner.

Singapore Airlines KrisFlyer

Transfer-Verhältnis: 1:1 (1 MR-Punkt = 1 KrisFlyer-Meile)

Singapore Airlines ist einer der interessantesten Transfer-Partner, besonders für Reisende nach Asien und Ozeanien.

Sweet Spots:

  • Singapore Airlines Suites Class. Die neue Suites Class auf der A380 ist das teuerste kommerzielle Flugprodukt der Welt. Ein Prämienflug dorthin ist einer der ultimativen Meilen-Einlösungen. Verfügbarkeit ist extrem begrenzt, aber wenn du sie findest, ist der Gegenwert pro Punkt astronomisch.
  • Business Class nach Asien. Frankfurt-Singapur oder Frankfurt-Tokio (über Singapur) in der Business Class ist ein hervorragender Deal. Singapore Airlines hat eines der besten Business-Class-Produkte weltweit.
  • Star Alliance Partner-Awards. Über KrisFlyer kannst du auch bei Lufthansa, ANA, Thai und anderen Star Alliance Partnern buchen, manchmal mit besserer Verfügbarkeit als über Miles & More.

Schwächen:

  • Hohe Meilenkosten für Premium-Kabinen. Die Prämientabellen von KrisFlyer sind nicht die günstigsten. Ein Business Class Award nach Singapur kostet 80.000 bis 100.000 Meilen pro Richtung.
  • Verfügbarkeit. Singapore Airlines gibt Prämienplätze strategisch frei, und auf beliebten Strecken muss man Monate im Voraus buchen.

Mein Urteil: Für Asien-Reisende ist KrisFlyer ein erstklassiger Partner. Das 1:1-Verhältnis ist fair, das Produkt ist hervorragend, und die Einlösemöglichkeiten über Star Alliance sind breit. Für Europa- oder USA-Reisen gibt es bessere Optionen.

Cathay Pacific Asia Miles

Transfer-Verhältnis: 1:1 (1 MR-Punkt = 1 Asia Mile)

Cathay Pacific ist ein weiterer starker Asien-Partner, und Asia Miles bieten einige der besten Einlösemöglichkeiten im Oneworld-Netzwerk.

Sweet Spots:

  • Cathay Pacific Business Class. Das Business-Class-Produkt von Cathay (besonders auf der A350 und der 777) gehört zu den besten der Welt. Hongkong als Drehkreuz ermöglicht Verbindungen in ganz Asien.
  • Oneworld Partner-Awards. Über Asia Miles kannst du Qatar Airways, Japan Airlines, Finnair und andere Oneworld-Partner buchen. Die Prämientabellen sind oft günstiger als bei BA Avios für Langstrecken.
  • Gemischte Kabinen. Asia Miles erlaubt in bestimmten Fällen die Kombination verschiedener Kabinen auf einer Reiseroute, was Flexibilität gibt.

Schwächen:

  • Hongkong als Hub ist für europäische Reisende weniger zentral als Dubai oder Singapur.
  • Die Website und App von Asia Miles sind nicht immer benutzerfreundlich. Die Suche nach Prämienflügen kann frustrierend sein.

Mein Urteil: Ein starker Partner für Asien-Reisen, besonders wenn du Qatar Airways QSuites über Asia Miles buchen kannst. Das 1:1-Verhältnis macht den Transfer fair.

Etihad Guest

Transfer-Verhältnis: 1:1 (1 MR-Punkt = 1 Etihad Guest Meile)

Etihad ist der kleinere Bruder neben Emirates, aber das Vielfliegerprogramm hat seine eigenen Stärken.

Sweet Spots:

  • Etihad Business Class nach Abu Dhabi und weiter. Die Business Studios auf der 787 sind ein sehr gutes Produkt. Abu Dhabi als Hub ermöglicht Verbindungen nach Asien, Australien und Afrika.
  • Partner-Airlines. Etihad hat Partnerschaften mit Air France, Korean Air und anderen, über die du Prämienflüge buchen kannst.

Schwächen:

  • Das Streckennetz ist kleiner als das von Emirates.
  • Die Prämienflug-Verfügbarkeit ist begrenzt.
  • Abu Dhabi ist als Hub weniger frequentiert als Dubai.

Mein Urteil: Ein Nischenpartner, der für bestimmte Strecken attraktiv sein kann, aber nicht die Vielseitigkeit von Avios oder KrisFlyer bietet.

Hilton Honors

Transfer-Verhältnis: 1:2 (1 MR-Punkt = 2 Hilton Honors Punkte), aber Hilton-Punkte sind weniger wert als Airline-Meilen.

Sweet Spots:

  • Hilton-Punkte können für Hotelübernachtungen bei Hilton, Conrad, Waldorf Astoria und anderen Marken eingelöst werden.
  • Fünfte Nacht gratis bei Prämienaufenthalten von fünf oder mehr Nächten.

Schwächen:

  • Der Gegenwert pro MR-Punkt ist bei Hotels fast immer schlechter als bei Airlines. Ein Hilton Honors Punkt ist typischerweise 0,4 bis 0,6 Cent wert. Ein MR-Punkt, der bei Airlines 1 bis 2 Cent wert sein kann, wird bei Hilton zu 0,4 bis 0,6 Cent. Das ist eine massive Entwertung.

Mein Urteil: Transferiere MR-Punkte nur dann zu Hilton, wenn du sie dringend für eine bestimmte Buchung brauchst und keine andere Option hast. Für Hotels ist es fast immer besser, bar zu zahlen und die MR-Punkte für Flüge aufzusparen.

Marriott Bonvoy

Transfer-Verhältnis: Variiert, typischerweise 1:1, aber wie bei Hilton ist der Gegenwert pro Punkt bei Hotels geringer als bei Airlines.

Sweet Spots:

  • Marriott-Punkte können in Airline-Meilen umgewandelt werden (60.000 Bonvoy-Punkte = 25.000 Airline-Meilen bei vielen Partnern). Dieser doppelte Transfer (MR zu Bonvoy zu Airline) ist aber fast nie effizienter als der direkte Transfer von MR zu einer Airline.
  • Luxus-Hotels wie Ritz-Carlton, St. Regis und W Hotels können mit Punkten gebucht werden.

Schwächen:

  • Gleiche Grundproblematik wie bei Hilton: Hotelpunkte sind pro MR-Punkt weniger wert als Airline-Meilen.

Mein Urteil: Ähnlich wie Hilton. Nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Nicht mein empfohlener Transferweg.

Reisen mit Punkten planen

Meine Strategie: Wann transferieren, wann warten

Die wichtigste Regel, die ich über Jahre gelernt habe: Transferiere Punkte erst, wenn du eine konkrete Buchung im Auge hast. Nie auf Vorrat.

Warum nicht auf Vorrat transferieren

Devaluation. Vielfliegerprogramme werten ihre Prämientabellen regelmäßig ab. Was heute 50.000 Meilen kostet, kann in sechs Monaten 65.000 Meilen kosten. Wenn du Punkte auf Vorrat transferiert hast, sitzt du auf entwerteten Meilen, die du nicht zurück in MR-Punkte umwandeln kannst.

Flexibilität. MR-Punkte können zu jedem Partner transferiert werden. Einmal transferiert, sind sie in einem Programm gebunden. Wenn sich deine Reisepläne ändern und du statt Emirates plötzlich Singapore Airlines brauchst, helfen dir die bereits transferierten Skywards-Meilen nicht.

Verfall. Viele Vielfliegerprogramme haben Verfallsregeln. MR-Punkte verfallen bei aktiver Karte nicht. Airline-Meilen können nach einer bestimmten Inaktivitätsdauer verfallen.

Der richtige Ablauf

  1. Finde den Flug, den du buchen willst, als Prämienflug.
  2. Prüfe die Verfügbarkeit.
  3. Prüfe den Meilenpreis und die Gebühren.
  4. Berechne den Gegenwert (Barpreis des Tickets geteilt durch Meilenkosten).
  5. Transferiere genau die benötigte Punkteanzahl.
  6. Buche sofort nach dem Transfer.

Der Transfer von MR zu den meisten Partnern dauert in der Regel ein bis zwei Werktage. Plane das ein. Transferiere nicht am Freitag, wenn du am Montag buchen willst, und die Verfügbarkeit begrenzt ist.

Die Devaluations-Frage

Jedes Vielfliegerprogramm hat in den letzten zehn Jahren seine Prämientabellen mindestens einmal verschlechtert. Das ist kein Risiko, sondern eine Gewissheit. Die Frage ist nicht, ob deine Meilen weniger wert werden, sondern wann.

Deshalb gilt: Punkte, die du heute einlösen kannst, sind mehr wert als Punkte, die du für "irgendwann" aufsparst. Wenn du eine gute Einlösung findest, die einen Wert von über 1 Cent pro Punkt liefert, nimm sie. Auf den perfekten Deal zu warten, der vielleicht nie kommt, ist eine Strategie, die der Inflation der Meilenwährungen nicht standhält.

Das heißt nicht, dass du deine Punkte für schlechte Deals verbraten sollst. Es heißt, dass du einen guten Deal erkennen und nutzen sollst, statt endlos auf einen perfekten Deal zu warten.

Meine Top 3 Transfers

Wenn ich drei Partner wählen müsste, in die ich MR-Punkte transferiere, wären es diese:

1. British Airways Avios. Die Vielseitigkeit ist unschlagbar. Kurzstrecken-Awards, Qatar Airways QSuites, Iberia-Sweet-Spots. Das 1:1-Verhältnis ist fair, und die Einlösemöglichkeiten sind breit genug, dass ich fast immer etwas Sinnvolles finde.

2. Singapore Airlines KrisFlyer. Für Asien-Reisen mein bevorzugter Partner. Das Produkt ist erstklassig, die Star Alliance Einlösemöglichkeiten erweitern die Optionen, und die Buchungsprozesse sind transparent.

3. Miles & More. Trotz der Schwächen ist Miles & More für deutsche Reisende relevant, weil Lufthansa das dominierende Netzwerk ab Frankfurt und München ist. Für innereuropäische Business Class Awards und gelegentliche Langstrecken-Awards ist Miles & More der pragmatische Partner.

Was ich nicht transferiere

Hilton und Marriott: Der Gegenwert ist fast immer schlechter als bei Airlines. Hotels zahle ich lieber bar.

Emirates (seit der Verschlechterung): Das 4:3-Verhältnis macht den Transfer zu teuer, es sei denn, ich plane eine First Class Einlösung, bei der der absolute Gegenwert hoch genug ist, um die Verschlechterung zu kompensieren.

Etihad: Zu wenige Sweet Spots in meinem Reisemuster. Für Reisende, die regelmäßig über Abu Dhabi fliegen, kann das anders aussehen.

Amex Platinum Card

Mein Fazit

Membership Rewards Punkte sind eine der flexibelsten Meilenwährungen auf dem Markt. Ihre Stärke liegt nicht in einem einzelnen Partner, sondern in der Breite der Optionen. Du kannst sie zu Airlines in verschiedenen Allianzen transferieren, du kannst den Partner je nach Reiseziel wählen, und du behältst die Flexibilität, bis du eine konkrete Buchung machst.

Die goldene Regel: Sammle in MR, löse bei dem Partner ein, der für deine spezifische Reise den besten Gegenwert bietet. Transferiere nicht auf Vorrat. Und akzeptiere, dass ein guter Deal besser ist als ein perfekter Deal, der nie kommt.

Wer das verinnerlicht, holt aus seinen Membership Rewards Punkten einen Gegenwert, der die Jahresgebühr der Platinum oder Centurion zu einem erheblichen Teil rechtfertigt. Und wer es nicht tut, sammelt Punkte, die langsam an Wert verlieren, während er auf den perfekten Moment wartet.

Alle ArtikelDu hast eine Frage zu Kreditkarten, Status oder dem US Credit System? Zum Kontakt
Anzeige