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CENTURION

China Club Berlin: Der Privatclub im Adlon Palais und was Centurion-Inhaber dort haben

ChristianChristian··5 Min Lesezeit
China Club Berlin: Der Privatclub im Adlon Palais und was Centurion-Inhaber dort haben

Wer in New York einen Tisch mit Aussicht sucht, geht als Centurion-Inhaber in den 55. Stock von One Vanderbilt. Das deutsche Gegenstück liegt nicht in einem Hochhaus, sondern in einem Palais neben dem Brandenburger Tor: der China Club Berlin.

Was der China Club ist

Ein privater Members Club im Adlon Palais, Behrenstraße 72, direkt hinter dem Hotel Adlon am Pariser Platz. Kein Schild, kein Laufpublikum, keine Reservierung über eine Plattform. Der Club beschreibt seine Mitglieder als ausgewählte Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, und genau so fühlt sich der Ort an: ein zweites Wohnzimmer für Menschen, die in Berlin einen Tisch brauchen, an dem niemand mithört.

Es gibt ein Restaurant, eine Bar, Salons und Private Dining Suiten über mehrere Etagen, eingerichtet mit chinesischer Kunst und Antiquitäten. Der Name ist Programm: Die Küche ist chinesisch, das Interieur auch, der Rest ist Berlin.

Was Mitglieder bekommen

Der Club listet die Leistungen selbst auf:

  • Uneingeschränkter Zugang zu allen Clubbereichen, für Mitglieder und ihre Gäste
  • Freie Nutzung der Private Dining Suiten und Meeting-Räume
  • Zugang zu internen Veranstaltungen: Silvestergala, Chinese New Year, Art & Collectors Talks
  • Eventorganisation und Concierge-Service

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 1 Uhr, Samstag 12 bis 2 Uhr, sonntags geschlossen. Das ist ein Club für Werktage, nicht für den Sonntagsbrunch.

Was eine Mitgliedschaft kostet

Die Preise stehen offen auf der Website des Clubs:

  • Private: einmalig 1.000 Euro Abschlussgebühr, dann 4.000 Euro Jahresbeitrag, jeweils inklusive Mehrwertsteuer
  • Lifetime Private: einmalig 10.000 Euro Aufnahme, dann 2.500 Euro pro Jahr
  • Corporate: einmalig 1.000 Euro, dann 5.000 Euro pro Jahr, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer
  • Lifetime Corporate: einmalig 15.000 Euro, dann 3.000 Euro pro Jahr

Zum Vergleich: Die Centurion Card kostet in Deutschland eine Aufnahmegebühr und einen Jahresbeitrag in ähnlicher Größenordnung. Eine Club-Mitgliedschaft ist also kein Nebenkostenposten, sondern eine zweite Karte.

Der Centurion-Vorteil

American Express räumt Centurion-Inhabern Vorteile im China Club Berlin ein. Das ist die Art von Leistung, die nirgends auf einer öffentlichen Vorteilsseite steht, sondern direkt an die Karteninhaber kommuniziert wird, und genau deshalb kennt sie kaum jemand.

Was das konkret umfasst, hängt von der jeweils aktuellen Mitteilung von Amex ab. Wer die Centurion Card hat und in Berlin einen Tisch braucht, fragt am besten seinen Relationship Manager oder das Centurion-Team, bevor er sich für 5.000 Euro selbst einkauft. Ich aktualisiere diesen Abschnitt, sobald sich an den Konditionen etwas ändert.

Einordnung

Der China Club ist kein Restaurant, das man Freunden empfiehlt, weil man dort nicht einfach hinkommt. Er ist ein Werkzeug: ein Ort in der Hauptstadt, an dem man Gespräche führen kann, die in ein Hotelrestaurant nicht gehören. Für die meisten Menschen ist eine eigene Mitgliedschaft dafür zu teuer. Für Centurion-Inhaber ist der Zugang Teil dessen, wofür die Karte da ist, und in einer Reihe mit One Vanderbilt in New York einer der wenigen Centurion-Vorteile, die nichts mit Fliegen zu tun haben.

Wie man überhaupt an die Karte kommt, steht in Amex Centurion: So bekommt man die Einladung.

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