
Inhalt
- Was alle drei gemeinsam haben
- Dominica: der günstigste Einstieg
- Antigua und Barbuda: Familie zum Pauschalpreis
- St. Lucia: Fonds, Anleihe, Projekte
- Was eine vierköpfige Familie wirklich zahlt
- Die Risiken, die 2025 und 2026 eingetreten sind
- Was für Deutsche gleich bleibt
- Der Vergleich in Kurzform
- Für wen welches Programm passt
- Fazit
Wenn im Netz von "günstigen Zweitpässen" die Rede ist, fallen fast immer dieselben drei Namen neben St. Kitts und Grenada: Dominica, Antigua und Barbuda und St. Lucia. Alle drei vergeben die Staatsbürgerschaft gegen eine Zahlung in einen staatlichen Fonds oder gegen eine Investition, alle drei liegen seit 2024 bei einem Mindestbetrag von rund 200.000 US-Dollar oder darüber, und alle drei stehen seit Ende 2025 gleichzeitig unter Druck aus Washington, London und Brüssel.
Trotzdem unterscheiden sie sich stärker, als die Werbeseiten der Agenturen vermuten lassen. Dieser Artikel stellt die drei Programme nebeneinander: Mindestbeträge und Gebühren nach den offiziellen Gebührenordnungen, die echten Kosten für eine Familie, Aufenthaltspflichten, Interviews, realistische Bearbeitungszeiten und die Risiken, die sich 2025 und 2026 tatsächlich konkretisiert haben. Wie Zweitpässe grundsätzlich funktionieren und was sie für Deutsche leisten, steht im Überblick zum Zweitpass.
Was alle drei gemeinsam haben
Seit dem Sommer 2024 gilt zwischen den fünf ostkaribischen Programmen eine Absprache über Mindestpreise. Damit endete der Preiskampf, in dem Pässe zeitweise für deutlich unter 100.000 Dollar angeboten wurden. Seitdem liegt die Untergrenze für den Fondsweg bei 200.000 Dollar.
Dazu kommen drei Gemeinsamkeiten, die du kennen solltest, bevor du Zahlen vergleichst:
- Der Fondsbeitrag ist weg. Er ist eine nicht rückzahlbare Spende an den Staat, keine Anlage. Wer eine Immobilie kauft, bekommt dagegen einen Vermögenswert, zahlt aber mehr und muss ihn mehrere Jahre halten.
- Die Gebühren stehen nicht im Schlagzeilenpreis. Due-Diligence-Prüfung, Bearbeitung, Einbürgerungsurkunde, Pass und Interview werden separat abgerechnet, dazu kommen Honorare für den zugelassenen Agenten, über den der Antrag laufen muss.
- Es gibt einen regionalen Regulierer, der noch nicht arbeitet. Die fünf Staaten haben am 18. September 2025 das Abkommen über die Eastern Caribbean Citizenship by Investment Regulatory Authority (ECCIRA) unterzeichnet. Sie soll einheitliche Prüfstandards und eine gemeinsame Aufenthaltspflicht von 30 Tagen in fünf Jahren durchsetzen. Nach Berichten aus dem September 2026 hat sie ihre Arbeit noch nicht aufgenommen, ein Starttermin stand nicht fest.
Dominica: der günstigste Einstieg
Das Programm von Dominica läuft seit 1993 und ist das älteste der drei. Nach der aktuellen Gebührenordnung der Citizenship by Investment Unit gibt es zwei Wege.
Economic Diversification Fund (EDF):
- 200.000 Dollar für eine Einzelperson
- 250.000 Dollar für den Hauptantragsteller mit bis zu drei Angehörigen
- jede weitere Person unter 18: 25.000 Dollar, ab 18: 40.000 Dollar
Immobilie: mindestens 200.000 Dollar in einem staatlich genehmigten Projekt, Haltedauer drei Jahre ab Einbürgerung (fünf Jahre, wenn der Käufer selbst wieder ein Antragsteller ist). Zusätzlich verlangt der Staat eine Regierungsgebühr von 75.000 Dollar für eine Einzelperson oder 100.000 Dollar für eine Familie bis vier Personen. Der Immobilienweg ist also teurer als der Fonds, nicht günstiger.
Gebühren auf beiden Wegen:
- Bearbeitung: 1.000 Dollar pro Antrag
- Due Diligence: 7.500 Dollar für den Hauptantragsteller, 4.000 Dollar für jeden Angehörigen ab 16
- Einbürgerungsurkunde: 500 Dollar pro Person
- Pflichtinterview: 1.000 Dollar pro Interview, für alle ab 16
- je nach Herkunft und Profil eine erweiterte Prüfung, deren Kosten die Behörde nicht beziffert
Eine Einzelperson landet beim Fondsweg damit bei rund 210.000 Dollar an staatlichen Zahlungen, ohne Agentenhonorar.
Aufenthalt: Dominica verlangt bisher keine Mindestaufenthaltsdauer. Die Regierung hat im Haushalt vom August 2026 angekündigt, dass neue Bürger künftig 30 Tage in den ersten fünf Jahren im Land verbringen sollen, ohne Startdatum. Premierminister Skerrit sagte im Juni 2026 außerdem, Pässe würden künftig nur noch persönlich in Dominica ausgegeben und verlängert. Beides war im Oktober 2026 noch nicht umgesetzt, sollte aber eingeplant werden.
Bearbeitungszeit: Offiziell werden drei bis sechs Monate genannt. Die Auswertung von IMI Daily auf Basis von Agentenmeldungen aus dem vierten Quartal 2025 kam auf durchschnittlich 9,3 Monate, mit Fällen zwischen 4 und 18 Monaten.
Antigua und Barbuda: Familie zum Pauschalpreis
Antigua ist das Programm, das sich am stärksten an Familien richtet. Laut der Gebührenordnung der CIU kostet der Weg über den National Development Fund (NDF) 230.000 Dollar, und zwar gleich für eine Einzelperson wie für eine Familie bis vier Personen.
Die Wege im Überblick:
- NDF: 230.000 Dollar, nicht rückzahlbar
- UWI Fund (Spende an die University of the West Indies): 260.000 Dollar einschließlich Bearbeitungsgebühren
- Immobilie: mindestens 300.000 Dollar in einem genehmigten Projekt
- Unternehmensinvestition: 1,5 Millionen Dollar allein oder 5 Millionen Dollar gemeinsam mit mindestens einer weiteren Person
Gebühren:
- Bearbeitung: 10.000 Dollar für eine Einzelperson, 20.000 Dollar für eine Familie bis vier, jede weitere Person 10.000 Dollar
- Due Diligence: 8.500 Dollar für den Hauptantragsteller, 5.000 Dollar für den Ehepartner, 2.000 Dollar für Kinder von 12 bis 17, 4.000 Dollar für Angehörige ab 18, Kinder unter 12 kostenlos
- Pass: 300 Dollar pro Person
- Zuschlag ab der fünften Person: 10.000 Dollar für Kinder bis 5, 25.000 Dollar für 6 bis 17, 50.000 Dollar ab 18
Für eine Einzelperson ist Antigua damit das teuerste der drei Programme: rund 248.800 Dollar an staatlichen Zahlungen. Für eine Familie dreht sich das Bild, dazu unten mehr.
Aufenthalt: Antigua ist das einzige der drei Programme mit einer seit Jahren gültigen Präsenzpflicht. Nach den Angaben der CIU musst du in den ersten fünf Kalenderjahren nach der Einbürgerung insgesamt fünf Tage im Land verbringen. Wer das versäumt, riskiert die Staatsbürgerschaft, ohne dass die Investition erstattet wird, und die Verlängerung des fünfjährigen Passes hängt an denselben fünf Tagen. 2026 wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Pflicht auf 30 Tage erhöht. Premierminister Browne sagte im Parlament, die 30 Tage würden bereits in der Verwaltungspraxis angewendet, während die CIU-Website im September 2026 noch fünf Tage nannte. Wer heute plant, sollte mit 30 Tagen rechnen.
Interview: Antigua kann ein Interview verlangen, es ist aber nicht für jeden Antragsteller vorgeschrieben.
Bearbeitungszeit: Laut derselben IMI-Auswertung im Schnitt 14,2 Monate, mit Fällen zwischen 10 und 18 Monaten.
St. Lucia: Fonds, Anleihe, Projekte
St. Lucia hat das jüngste Programm (seit 2016) und die meisten Wege. Die Programmseite nennt:
- National Economic Fund (NEF): 240.000 Dollar für den Antragsteller mit bis zu drei Angehörigen. Jede weitere Person unter 18 kostet 10.000 Dollar, ab 18 20.000 Dollar.
- National Action Bond: 300.000 Dollar in staatliche Anleihen, fünf Jahre auf den eigenen Namen zu halten, plus eine nicht rückzahlbare Verwaltungsgebühr von 50.000 Dollar. Das ist der einzige Weg unter den drei, bei dem das Geld grundsätzlich zurückkommt, allerdings ohne Rendite, die den Gebührenblock ausgleicht.
- Immobilienprojekt: 300.000 Dollar in einem genehmigten Projekt plus Verwaltungsgebühren ab 30.000 Dollar für eine Einzelperson.
- Unternehmensprojekt: ab 250.000 Dollar in genehmigten Projekten plus Verwaltungsgebühren, oder 3,5 Millionen Dollar als alleiniger Investor.
Gebühren:
- Bearbeitung: 2.000 Dollar für den Hauptantragsteller, 1.000 Dollar pro Angehörigem
- Due Diligence: 8.000 Dollar für den Hauptantragsteller, 5.000 Dollar pro Angehörigem über 16
- Interview und Identitätsprüfung: seit dem 4. September 2023 für alle Anträge, die Gebühr trägt nur der Hauptantragsteller. Einen Betrag nennt die Programmseite nicht.
Aufenthalt: Eine feste Tageszahl gibt es nicht. Das Gesetz Nr. 22 von 2025 verpflichtet Antragsteller aber auf "vorgeschriebene Anforderungen an Aufenthalt und echte Verbindung", die per Verordnung konkretisiert werden sollen. Eine Verordnung von 2026 hat eine biometrische Erfassung ergänzt, aber noch keine Tage. Mit dem Start von ECCIRA kämen auch hier die 30 Tage.
Bearbeitungszeit: St. Lucia ist das langsamste Programm. IMI Daily nannte für das vierte Quartal 2025 durchschnittlich 18 Monate, mit Fällen zwischen 12 und 26 Monaten.
Was eine vierköpfige Familie wirklich zahlt
Der Schlagzeilenpreis sagt wenig, weil die Programme Familien unterschiedlich behandeln. Ein Rechenbeispiel nach den offiziellen Gebührenordnungen, Stand Oktober 2026: Ehepaar mit zwei Kindern im Alter von 8 und 13 Jahren, jeweils der günstigste Fondsweg, ohne Agenten- und Anwaltskosten.
- Dominica (EDF): 250.000 Dollar Beitrag, 1.000 Dollar Bearbeitung, 11.500 Dollar Due Diligence (nur die beiden Erwachsenen sind über 16), 2.000 Dollar Einbürgerungsurkunden, 2.000 Dollar Interviews. Zusammen rund 266.500 Dollar.
- Antigua (NDF): 230.000 Dollar Beitrag, 20.000 Dollar Bearbeitung, 15.500 Dollar Due Diligence (das 13-jährige Kind kostet 2.000 Dollar, das 8-jährige nichts), 1.200 Dollar Pässe. Zusammen rund 266.700 Dollar.
- St. Lucia (NEF): 240.000 Dollar Beitrag, 5.000 Dollar Bearbeitung, 13.000 Dollar Due Diligence. Zusammen rund 258.000 Dollar, zuzüglich Interviewgebühr und Pässe.
Bei einer Familie mit älteren Kindern verschiebt sich das: Jedes Kind ab 16 kostet in Dominica und St. Lucia zusätzliche Due Diligence, in Dominica zusätzlich ein Interview, in Antigua werden ab 12 Jahren Gebühren fällig. Ab der fünften Person wird Antigua schnell teurer, wenn die Angehörigen erwachsen sind, St. Lucia bleibt mit 10.000 und 20.000 Dollar pro weiterer Person am günstigsten. Die Agentenhonorare kommen bei allen drei dazu und schwanken stark, je nachdem, wie viel Betreuung eingekauft wird.
Die Risiken, die 2025 und 2026 eingetreten sind
Hier unterscheiden sich die drei Länder inzwischen am deutlichsten. Was früher "theoretisches Risiko" hieß, ist für zwei von dreien bereits passiert.
Großbritannien:
- Für Dominica gilt seit dem 19. Juli 2023 eine Visumpflicht für Besuche im Vereinigten Königreich. Die Regierung begründete das ausdrücklich mit Missbrauch des Staatsbürgerschaftsprogramms.
- Für St. Lucia gilt seit dem 5. März 2026 ebenfalls eine Visumpflicht, offiziell wegen gestiegener Asylanträge. St. Lucia hat das Programm verteidigt, der Status bleibt aber bestehen.
- Antigua und Barbuda reist Stand Oktober 2026 weiterhin mit der elektronischen Reisegenehmigung ETA nach Großbritannien.
USA:
- Mit der Proklamation vom 16. Dezember 2025 hat die US-Regierung Antigua und Barbuda und Dominica ab dem 1. Januar 2026 auf die Liste der Länder mit teilweisen Einreisebeschränkungen gesetzt. Betroffen sind Einwanderungsvisa sowie Besucher- und Studentenvisa (B-1/B-2, F, J). Als Grund nannte das Weiße Haus Staatsbürgerschaftsprogramme ohne Aufenthaltspflicht.
- Neue Besuchervisa für beide Länder werden nur noch für eine Einreise und drei Monate ausgestellt, beide fallen zudem unter das US-Programm für Visa-Kautionen.
- Antigua hat im Dezember 2025 erreicht, dass bis zum 31. Dezember 2025 ausgestellte Visa gültig bleiben. Für neue Anträge gelten die Beschränkungen trotzdem.
- St. Lucia stand Stand Oktober 2026 nicht auf dieser Liste.
Für dich als Deutschen ist das zweitrangig, solange du mit dem deutschen Pass in die USA reist. Relevant wird es, wenn der Zweitpass eine echte Ausweichlösung sein soll oder Familienmitglieder ihn als einzigen Pass nutzen.
Europäische Union: Das ist das größte Risiko für alle drei. Mit der Verordnung (EU) 2025/2441, in Kraft seit Ende Dezember 2025, kann die EU die Visumfreiheit für den Schengen-Raum allein deshalb aussetzen, weil ein Land Staatsbürgerschaft gegen Investition vergibt. EU-Kommissar Magnus Brunner hat am 25. Juni 2026 an alle fünf ostkaribischen Programmstaaten geschrieben und verlangt, die Programme bis zum 1. Juni 2028 auslaufen zu lassen, mit Zwischenschritten bei der Prüfung bis September 2026. Die Kommission will im Dezember 2026 berichten. Antigua hat ein einseitiges Auslaufen abgelehnt, die Regierungschefs verhandeln. Stand Oktober 2026 ist die Schengen-Visumfreiheit für alle drei Länder nicht ausgesetzt. Wie das ausgeht, kann niemand seriös vorhersagen. Vanuatu zeigt, dass die EU diesen Schritt tatsächlich geht, die Details stehen im Artikel über Vanuatu.
Die Liste der visafreien Ziele ist bei allen drei Pässen also kein fester Wert, sondern ein Stand. Wer einen Karibikpass vor allem für Reisen in den Schengen-Raum kauft, kauft ein Recht, über das gerade in Brüssel entschieden wird.
Was für Deutsche gleich bleibt
Seit dem 27. Juni 2024 dürfen Deutsche eine zweite Staatsangehörigkeit annehmen, ohne die deutsche zu verlieren. Die Details und die verbleibenden Fallstricke stehen im Artikel zur doppelten Staatsbürgerschaft.
Die Steuer folgt dem Pass nicht. Deutschland besteuert nach Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt, nicht nach Staatsangehörigkeit. Ein Pass aus Dominica, Antigua oder St. Lucia ändert an deiner deutschen Steuerpflicht nichts, solange du nicht wirklich wegziehst. Und keiner der drei Pässe öffnet das US-Investorenvisum E-2: Unter den fünf Karibikprogrammen hat nur Grenada ein entsprechendes Abkommen mit den USA, mehr dazu im Artikel über Grenada und das E-2-Visum. Wie die Rechnung im Einzelfall aussieht, hängt von deiner Lage ab und gehört zu einem Berater, der beide Rechtsordnungen kennt.
Der Vergleich in Kurzform
Dominica
- Mindestbetrag: 200.000 Dollar Fonds (Einzelperson), 250.000 Dollar für bis zu vier Personen
- staatliche Kosten Einzelperson: rund 210.000 Dollar
- Aufenthalt: bisher keiner, 30 Tage in fünf Jahren angekündigt
- Interview: Pflicht ab 16
- Bearbeitung: im Schnitt rund 9 Monate
- UK: Visum seit 2023, USA: Beschränkungen seit 2026
Antigua und Barbuda
- Mindestbetrag: 230.000 Dollar Fonds, gleich für bis zu vier Personen
- staatliche Kosten Einzelperson: rund 248.800 Dollar
- Aufenthalt: fünf Tage in fünf Jahren, 30 Tage per Gesetzentwurf geplant und laut Regierung schon angewendet
- Interview: nur im Einzelfall
- Bearbeitung: im Schnitt rund 14 Monate
- UK: weiterhin ETA, USA: Beschränkungen seit 2026
St. Lucia
- Mindestbetrag: 240.000 Dollar Fonds für bis zu vier Personen, Anleihe 300.000 Dollar
- staatliche Kosten Einzelperson: rund 250.000 Dollar plus Interviewgebühr
- Aufenthalt: keine Tageszahl, gesetzliche Grundlage für eine "echte Verbindung" seit 2025
- Interview: Pflicht seit September 2023
- Bearbeitung: im Schnitt rund 18 Monate
- UK: Visum seit März 2026, USA: nicht auf der Beschränkungsliste
Für wen welches Programm passt
Dominica passt zu Einzelpersonen und Paaren, die den niedrigsten Preis suchen, nicht auf Großbritannien und die USA angewiesen sind und mit einer künftigen Präsenzpflicht leben können. Es ist auch das Programm mit der kürzesten realistischen Bearbeitung.
Antigua und Barbuda passt zu Familien mit kleinen Kindern, weil der Fondsbeitrag nicht steigt und Kinder unter 12 keine Prüfgebühr kosten. Es ist das einzige der drei mit visumfreiem Zugang nach Großbritannien, dafür mit den härtesten US-Folgen für neue Visa und einer Präsenzpflicht, die man ernst nehmen muss.
St. Lucia passt zu denen, für die US-Reisen mit dem Zweitpass zählen, und zu Familien mit mehr als vier Personen. Wer Kapital nicht verschenken will, findet hier mit der Anleihe den einzigen Weg mit Rückzahlung. Der Preis dafür ist die längste Wartezeit und seit März 2026 das britische Visum.
Für Einzelpersonen, die vor allem auf Stabilität achten, lohnt der Blick auf das älteste Programm der Region, St. Kitts und Nevis, auch wenn es teurer ist.
Fazit
Die drei Programme liegen preislich nah beieinander, eine vierköpfige Familie zahlt überall zwischen rund 258.000 und 267.000 Dollar an den Staat. Der echte Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in dem, was 2025 und 2026 passiert ist: Dominica und Antigua haben neue US-Beschränkungen, Dominica und St. Lucia brauchen ein britisches Visum, und alle drei stehen unter der EU-Forderung, ihre Programme bis Juni 2028 zu beenden.
Wer einen dieser Pässe kauft, sollte ihn als Option mit Verfallsrisiko sehen, nicht als dauerhaftes Reisedokument mit fester Länderliste. Für Deutsche ist er ein Zusatz zum deutschen Pass, kein Ersatz, und steuerlich ändert er allein nichts. Wer über einen echten Wohnsitzwechsel nachdenkt, fährt mit einer Aufenthaltserlaubnis oft besser, die Optionen dafür stehen im Überblick zu Plan B und Wohnsitz.


